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Diese Kirche wurde 1882 für die römisch-katholische Gemeinde in Portsmouth erbaut, um der stetig wachsenden Mitgliederzahl gerecht zu werden. Sie diente als Ersatz für eine Kapelle, die 1796 in der Prince George Street, rund einen halben Kilometer westlich von hier, errichtet worden war.
1767 lebten nur zwei Katholiken in Portsmouth. 1791 waren es bereits mindestens 130 - häufig Nachkommen jener Gläubigen, die sich während der Reformation Mitte des 16. Jahrhunderts geweigert hatten, den König als Oberhaupt der britischen Kirche anzuerkennen. Sie hielten an ihrem vorreformatorischen Glauben fest, der den Souverän als weltliches Oberhaupt anerkannte, jedoch allein den Papst als geistliches. Ihre Treue zur britischen Krone wurde deshalb oft angezweifelt. Obwohl sie immer wieder ihre Loyalität gegenüber Krone und Regierung in weltlichen Dingen beteuerten, wurden mehrere scharfe Strafgesetze verhängt, die die Katholiken dazu bewegen sollten, zur protestantischen Kirche von England zu wechseln, und für ihre ständige Überwachung sorgten. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts jedoch zeigte sich an den aktuellen Ereignissen, dass man ihrer Loyalität durchaus vertrauen konnte. Zwischen 1778 und 1829 wurden die Strafgesetze schrittweise aufgehoben.
Vor 1791 waren katholische Gotteshäuser innerhalb der Grenzen von Städten wie Portsmouth, die einen eigenen Vertreter im Parlament hatten, verboten. Erst nach einem 1791 verabschiedeten Gesetz wurden katholische Gottesdienste in Portsmouth erlaubt. Eine Gruppe katholischer Laien bat den Bischof in London darum, einen Priester zu entsenden, den sie unterstützen würden. Der erste Priester war John Cahill, seine Kapelle befand sich in einem Privathaus in der Unicorn Street. 1794 trat Joseph Knapp seine Nachfolge an. Er konnte zwei Jahre später eine neu errichtete Kapelle in der Prince George Street eröffnen, die Platz für 300 Gläubige bot. Dieses Gotteshaus wurde 1851 wegen der wachsenden Zahl katholischer Soldaten, die in der britischen Armee rund 30% ausmachten, vergrößert - Portsmouth war eine wichtige Garnisonsstadt. Doch Ende der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts wurde eine noch größere Kirche notwendig. Das Land, auf dem dieser Dom steht, wurde 1877 vom Kriegsministerium erworben, denn die Schutzwälle von Portsmouth, 100 Meter weiter westlich, wurden nicht mehr gebraucht und abgerissen.
Die neue Kirche wurde im August 1882 eröffnet und zur Mutterkirche der neuen katholischen Diözese von Portsmouth erklärt. Die alte Kapelle wurde geschlossen. Der Dom wurde in vier Phasen fertiggestellt: 1882 das Hauptschiff, 1886 der Kreuzgang, 1893 der Altarraum und 1906 Narthex und Westportal. 1941 wurde der Dom bei Luftangriffen schwer beschädigt, das danebenliegende Bischofshaus zerstört. Seit der Restaurierung im Jahr 1950 ist die Innenausstattung des Doms dreimal umgeordnet worden: 1970, 1982 und 2001.
Bis 1984 waren der Dom bzw. die vorausgegangene Kapelle die einzigen katholischen Kirchen in Portsmouth und Umgebung. 1884 wurde die Kirche des St. Swithun in Southsea eröffnet. Heute gibt es sieben katholische Kirchen im Verwaltungsbezirk Portsmouth. Neben seiner Funktion als Mutterkirche der Diözese dient der Dom heute einem rund sechs Quadratkilometer großen Pfarrbezirk und bietet regelmäßige Gottesdienste an.
Architektonisch kann der Dom der französischen Gotik des 19. Jahrhunderts zugeordnet werden - typische Merkmale sind die abgerundete Apsis und die flachen Seitenschiffe. Der ursprüngliche Entwurf von John Crawley sah einen hohen Glockenturm an der Südwestecke vor, auf Grund der geologischen Charakteristika des Geländes war dies jedoch unmöglich. Crawley starb, gerade als der Bau begann. Sein Partner Joseph Hansom übernahm das Projekt und änderte den Entwurf. Die Kirche wurde aus rotem Fareham-Ziegel gebaut und mit Portland-Stein verziert. Die meisten Buntglasfenster wurden bei dem Luftangriff 1941 beschädigt, vor allem über dem Hochaltar. Nur das runde Fenster im südlichen Seitenschiff blieb unversehrt. Ein kunstvoller Baldachin über dem Hochaltar wurde bei der Umordnung 1970 entfernt. Der jüngste Teil des Doms ist die Kapelle des St. Patrick, die 1924 errichtet wurde.